Achtung Eichenprozessionsspinner – Gefahr für Hund und Mensch!


Der Anblick von Raupen lässt manche total kalt, anderen treibt er jedoch einen Schauer über den Rücken. Allerdings gibt es ein Exemplar, welches für uns und unsere Vierbeiner schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann.
Die Raupen des unscheinbaren Eichenprozessionsspinners besitzen giftige Brennhaare die Atemnot und allergische Schocks auslösen können und sogar zum Absterben von Schleimhäuten, wie der Zunge, bei unseren Vierbeinern führen kann.
Hier erfährst du mehr über die Raupen und wie du dich und deine Fellnase schützen kannst.

Was ist der Eichenprozessionsspinner?


Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Er ist in seiner Erscheinung sehr unscheinbar und als ausgewachsener Falter auch nicht gefährlich.
Im Herbst legt er bis zu 200 Eier in Eichen oder Hainbuchen ab, welche dann im Frühling schlüpfen.
Während ihrer Entwicklung bilden sie ihre Brennhaare aus, welche sie so gefährlich machen. Die gefährlichste Phase ist Anfang Mai bis Ende Juli, wenn die Raupen ihre Brennhaare verlieren und diese vom Wind verbreitet werden.
Wichtig ist auch, dass diese Härchen auch noch Jahre nach dem Abfallen zu allergischen Reaktionen führen können!

Symptome beim Hund


Hunde schnüffeln sehr gerne, das weiß jeder, allerdings kann dies im Zusammenhang mit den Raupen schnell zu einem Problem werden. Wenn sie in Berührung mit den feinen Härchen kommen oder gar eine dieser Exemplare fressen kann es zu verschiedenen Symptomen kommen:

  • Schwere allergische und entzündliche Reaktionen der Schleimhäute, der Atemwege und des vorderen Verdauungstrakts
  • Juckender Hautausschlag
  • Augenreizungen
  • In schweren Fällen Benommenheit, Schwindel, Fieber
  • Starkes anschwellen der Zunge, welche zum Teil auch absterben kann und/oder zur Erstickungsgefahr führen kann

Vorsichtsmaßnahmen


Am wichtigsten ist es, die betroffenen Gegenden so gut es geht weitläufig zu vermeiden. Wenn das nicht geht, sollte man seinen Hund an der Leine führen, am besten einen Maulkorb verwenden, damit keine Raupen gefressen werden können und besonders achtsam unterwegs sein. Die betroffenen Gegenden werden von den örtlichen Behörden ausgeschrieben und oft auch mit Warnschildern gekennzeichnet.

Was bei Kontakt tun?


Die betroffene Stellen sollten beim Tier, wie auch beim Menschen, so schnell es geht von den Härchen befreit werden. Dafür sollte man am besten Handschuhe und wenn vorhanden einen Atemschutz tragen und lauwarmes Wasser verwenden.
Am besten solltest du deinen Hund dann auch komplett mit Shampoo waschen, damit weitere Härchen ebenfalls direkt entfernt werden.

Falls die Symptome nach dem Abspülen immer noch auftreten, direkt sehr stark ausgeprägt sind oder Bereiche wie das Maul betroffen sind, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Im schlimmsten Fall könnte dein Liebling einen Teil seiner Zunge verlieren oder gar ersticken, hier sollte immer Vorsicht vor Nachsicht walten!

Fazit


Die gefährlichen Raupen treten immer Häufiger in Deutschland auf und sind beinahe überall vertreten. Die Städte und Kommunen kümmern sich immer so schnell es geht, um die ungeliebten Tierchen, jedoch sollte man als Tierbesitzer die Gefahr immer ernst nehmen und seine Tiere schützen.

Auch als Mensch kannst du starke allergische Reaktionen auf die Härchen haben, deswegen solltest du selbst auch auf einen ausreichenden Schutz achten und auch ohne Tier die betroffenen Gegenden meiden.

Hattest du schonmal eine Begegnung mit den Eichenprozessionsspinnern?



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