Dein Hund lahmt – was solltest du beachten?


Wenn der Hund plötzlich lahmt oder humpelt, bekommen Besitzer schnell Panik. Aber keine Sorge, häufig hat das Lahmen keine schwerwiegenden Ursachen.
Im Folgenden erfährst du, woher das Lahmen kommen kann, welche weiteren Symptome ein lahmender Hund zeigt, was du selbst tun kannst und wann eine tierärztliche Behandlung notwendig wird.

Ursachen


Grundsätzlich gilt: Humpeln hat immer Schmerzen als Ursache. Wodurch diese auftreten können, ist vielfältig und häufig nicht eindeutig bestimmbar. Dein Tier kann schließlich nicht mit dir sprechen und sagen, seit wann es die Schmerzen hat und wo genau sie sich befinden.
Wacht dein Vierbeiner morgens auf und kann kaum aufstehen, könnte Muskelkater durch zu viel Bewegung am Vortag dahinter stecken. Außerdem können sich auch Tiere mal im Schlaf Verspannungen holen, die sich dann durch Lahmen äußern.
Deutlich besser erkennbar ist, wenn dein Liebling wild über eine Wiese tobt und auf einmal auf drei Beinen humpelnd zurückkommt. Möglicherweise ist er in ein Loch oder in eine Scherbe getreten. Manchmal reicht schon ein Steinchen zwischen den Ballen aus, dass empfindliche Vertreter diesen Fuß nicht mehr aufsetzen wollen.
Aber Lahmen kommt nicht nur vom Fuß, es kann auch sein, dass der Schmerz aus dem Rücken, der Hüfte oder der Schulter kommt. Besonders im Alter oder bei bestimmten Rassen, die zu Dysplasien neigen, kommt es dadurch zu Lahmheit.
Übrigens: Manchmal, wenn er krank ist oder sich erneut verletzt hat, kommt es vor, dass dein Liebling sich an eine frühere Verletzung erinnert. Auch wenn sie gar nichts mit der alten Verletzung zu tun haben und diese auch schon lange nicht mehr schmerzt, lahmen manche Tiere trotzdem kurzzeitig wieder.

Neben dem offensichtlichen Humpeln oder nur noch auf drei Beinen laufen, kann auch ein besonders steifer Gang ein Anzeichen für Lahmheit sein. Wenn die normalerweise ausgeprägte Freude ausbleibt, wenn du nach der Leine greifst, kann das auch für Lahmheit sprechen.
Auch wenn deine Fellnase nicht mehr ins Auto springen oder Treppen steigen möchte, könnten Schmerzen im Rücken oder den Beinen dahinterstecken. Bei durch Rückenschmerzen ausgelöste Lahmheit kann dein Vierbeiner außerdem möglicherweise den Kopf nicht mehr senken und lässt daher sein Futter stehen.

Was du selbst tun kannst


Du kennst dein Tier am besten. Fällt dir etwas Ungewöhnliches an seinem Gang auf, beobachte es. Eventuell kannst du es auch filmen. Tiere sind leider in der Tierarztpraxis so angespannt, dass auch stärkere Lahmheit in ihrem steifen Gang schwer zu erkennen ist.
Fängt das Humpeln beim Spaziergang an, schau dir die Pfoten an. Schon kleine Risse in der Haut können zu Lahmheit führen. Auch zu lange Krallen behindern irgendwann beim Laufen.
Wenn du das Gefühl hast, dass die Lahmheit nicht durch äußere Verletzungen ausgelöst wurde, kannst du versuchen, das betroffene Bein deines Tieres vorsichtig zu bewegen. Winkel es an, mache es lang und bewege es nach vorn und hinten. Ein knirschendes Gelenk kann man, wenn man darauf achtet, sogar hören.
Im Stehen kannst du auch vorsichtig den Rücken abtasten, indem du mit leichtem Druck über die Wirbel fährst. Kommt die Lahmheit aus dem Rücken, sollte deine Fellnase das zeigen, indem sie vor dem Druck zurückweicht und in die Knie geht.
Lege zur Sicherheit währenddessen einen Maulkorb an. Ja, du kennst dein Tier und es würde dich niemals beißen, aber unter Schmerzen kann es auch passieren, dass reflexartig zugebissen wird. Bei allen Untersuchungen solltest du sehr vorsichtig sein, um deinem Liebling nicht noch mehr Schmerzen zu zuführen.

Wann du zum Tierarzt solltest


Wenn du dir unsicher bist, kannst du immer mit deinem Tier zum Arzt gehen. Das mag dann nicht immer notwendig gewesen sein, aber besser, du warst einmal zu viel dort.
Hält die Lahmheit über mehrere Tage an oder wird schlimmer, solltest du auf jeden Fall beim Arzt vorbeischauen. Auch bei plötzlich auftretender Lahmheit, vor allem, wenn dein tierischer Freund immer wieder jault oder anders Schmerzen äußert, ist ein Gang zum Tierarzt sinnvoll. Auch wenn das Bein sehr warm ist und/oder eine Schwellung auftritt, solltest du zur Sicherheit zum Tierarzt gehen.
Bei Verletzungen, die das Humpeln auslösen, wie Schnitte durch Scherben oder spitze Steine, ab- oder eingerissene Krallen oder bei Fremdkörpern wie eingetretene Nägel, solltest du sofort in die Praxis fahren.

Behandlung


So vielfältig wie die Ursachen der Lahmheit sind, ist auch ihre Behandlung. Um Knochenbrüche und Bänderrisse auszuschließen, wird der Arzt Röntgenbilder machen. Ist darauf etwas auffällig, muss unter Umständen operiert werden.
Äußerliche Verletzungen werden natürlich entsprechend versorgt. Kommt die Lahmheit durch Arthrose, gibt es außerdem die Möglichkeit, künstliches Schmiermittel in die betroffenen Gelenke zu spritzen.
Oft reicht aber schon die vorübergehende Gabe von Schmerzmitteln, Entzündungshemmern in Kombination mit Ruhe, damit es deinem Vierbeiner bald wieder gut geht.

Fazit


Lahmheit beim Hund hat viele Ursachen. Von Verspannungen über Nacht über kleine Schnitte bis hin zu schwerwiegenden Verletzungen oder Erkrankungen, die tierärztlich versorgt werden müssen, ist alles dabei. Du kannst deinem tierischen Freund helfen, indem du dir das betroffene Bein genau ansiehst und sein Verhalten beobachtest. Häufig reichen dann zum Glück ein paar Tage Ruhe und ein Schmerzmittel aus, damit deine Fellnase bald wieder rund läuft.

Hast du schon Erfahrungen mit Lahmheit beim Hund? Was war die Ursache und was hat zur Heilung beigetragen?



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