So wird der nächste Tierarztbesuch stressfrei!


Es ist wieder soweit. Der Besuch beim Tierarzt steht an. Viele Hundebesitzer werden bei dem Gedanken sofort nervös und würden den kommenden Besuch am liebsten direkt wieder absagen. Denn sie wissen genau was sie erwartet: Der geliebte Vierbeiner hat panische Angst. Er verkriecht sich schon, sobald er nur ahnt wo es hingeht.
Leckerlis und gutes Zureden bringen nichts mehr. Dein Hund verspürt nur noch Angst und Panik. Im Wartezimmer verkriecht er sich unter dem Stuhl oder der Sitzbank, wenn er denn überhaupt irgendwie in die Arztpraxis reingezogen oder getragen werden kann. Und dann der letzte Weg ins Behandlungszimmer, fast unmöglich. Und jedes Mal wird es schlimmer und schlimmer. Doch woher kommt diese große Angst vor dem Arzt? Und was kann man dagegen tun?

Angst vor dem Arzt: Ursachen


Dein geliebter Vierbeiner muss hin und wieder zum Arzt. Kein Hundebesitzer kann die gelegentlichen Besuche vermeiden. Schon als Welpe hat er allerdings gelernt, dass in diesem Gebäude niemals etwas Gutes passiert. Unangenehme Spritzen oder andere schmerzhafte Erinnerungen bleiben im Gedächtnis hängen und wecken die Angst, wenn die Arztpraxis in Sicht kommt.
Einige Tiere, die selten Autofahren und das Ziel dann meistens der Arzt ist, scheuen vielleicht schon das Einsteigen ins Auto. Die Verknüpfungen, die unsere Lieblinge dabei herstellen sind aber nur logisch: Auto bedeutet Arzt. Arzt bedeutet Schmerzen. Schmerzen möchte ich nicht. Dein Schatz handelt nur nach seinen Instinkten.

Ein weiterer Grund, warum die Fellnase mit Stress und Angst auf den bevorstehenden Besuch reagiert, ist auch deine angespannte Stimmung. Hunde nehmen die Gefühle und Emotionen von Frauchen und Herrchen sehr stark wahr. Hast Du also Angst vor der bevorstehenden Situation, hat dein Hund sie auch. Es entsteht ein wahrer Teufelskreis: Du wirst bei jedem Tierarztbesuch angespannter und dein Schatz entwickelt immer mehr Angst, die den nächsten Besuch noch unerträglicher machen. Für alle Beteiligten.

Auch die fremde Umgebung, andere Tiere und ungewohnte Gerüche können die Angst und panische Reaktion der Fellnase wecken oder bestärken.

Was kann ich gegen die Angst tun?


Am einfachsten ist es natürlich, die Angst vor dem Arzt gar nicht erst entstehen zu lassen. Welpen lernen viel schneller als ausgewachsene Tiere. Du solltest also von Anfang an verhindern, dass dein Liebling mit dem Arzt nur negative Dinge verknüpft. Dies kann zum Beispiel durch besondere Leckerlis erfolgen, die es nur im Wartezimmer oder im Behandlungsraum gibt oder gelegentliche Ausflüge zur Tierarztpraxis, ohne das etwas Schmerzhaftes oder Schlimmes passiert.

Ist die Angst allerdings erstmal da, musst Du herausfinden in welchem Moment dein Hund anfängt Angst und Stress zu zeigen.
Schon im Auto oder erst bei der Ankunft in der Praxis? Vielleicht sogar erst wenn es Richtung Behandlungszimmer geht?
Genau an dieser Stelle erfolgt nun das Training gegen die Angst. Dies kann unter Umständen mehrere Monate Arbeit bedeuten, je nachdem wie ausgeprägt die Angst ist und wie schnell deine Fellnase lernt. Hat er schon beim Besteigen des Autos angst oder steigt freiwillig gar nicht erst ein, dann muss er zuerst lernen, dass Autofahren nicht immer bedeutet, dass es zum Arzt geht.
Zukünftige Autofahrten haben für euch also immer ein schönes Ziel. Der Besuch eines Hundekumpels oder eine Hundewiese zum Spielen und Toben. Besondere Leckerli, die es nur im Auto gibt. Nach kurzer Zeit wird er gelernt haben, dass Autofahren nichts Schlimmes ist und das Ziel auch etwas Tolles sein kann.
Im nächsten Schritt muss die Angst vor dem Gebäude genommen werden. Wenn die Arztpraxis in erreichbarer Nähe ist könnten hin und wieder Spaziergänge an der Praxis vorbeiführen. Vor dem Gebäude gibt es dann Spiel und Spaß und viele Leckerlis. Die Fellnase lernt, dass auch hier keine Schmerzen zu erwarten sind.
Der nächste Schritt ist das Betreten der Praxis. Es sollte keine Behandlung folgen. Die Praxis sollte nur kurz betreten und sofort wieder verlassen werden. Tierärzte und die Helfer haben in den meisten Fällen Verständnis dafür. Dein Hund sollte jedoch niemals zu etwas gezwungen werden. Reagiert er mit Angst folgt der Rückzug. Er muss dir in jedem Fall vertrauen können.
Gleichzeitig muss der kleine Liebling aber auch lernen, dass es keinen Grund für seine Angst gibt. Sobald er näher an die Praxis herangeht und keine Angst zeigt, gibt es wieder ein großes Lob und Leckerlis. Gleiches geschieht in der Praxis. Das Tierarztpersonal ist sicher auch behilflich und hält ein Leckerli bereit. Das ganze Training wird nun solange weitergeführt, bis dein Vierbeiner auf dem Behandlungstisch sitzt ohne Angst zu zeigen. Wie bereits erwähnt, dies kann Monate lang dauern. Während der Trainingszeit sollten Behandlungen vermieden werden. Dies könnte zu Rückschlägen führen und die erreichten Erfolge zunichte machen. In einem Notfall muss der Arzt natürlich trotzdem aufgesucht werden. Herrchen und Frauchen sollten immer ruhig bleiben und dem Hund nicht das Gefühl geben, dass die Situation besonders ist. Wenn das Training zu anstrengend ist und du merkst, dass du gereizt oder gestresst reagierst, solltet ihr an einem anderen Tag weiterarbeiten.

Fazit


Der Besuch einer Tierarztpraxis ist unumgänglich. Schon Welpen sollten an den Arzt gewöhnt werden und lernen, dass nicht immer Schmerzen und unangenehme Behandlungen die Folge eines Besuches sind. Tierarztpraxen gehen zumeist sehr sensibel mit ängstlichen Patienten um und haben auch Verständnis dafür, wenn ihr die Praxis einige Male aufsuchen, ohne dass eine Behandlung folgt. Wenn dein Hund allerdings Angst und Panik bereits entwickelt hat, dann hilft nur noch langes und sensibles Training um ihm diese wieder zu nehmen.

Was sind deine Tipps gegen die Angst vor dem Tierarzt?



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